Die Saunakultur

Der Besuch einer Sauna ist in unseren Breitengraden eine einfache Möglichkeit, sich und dem Körper etwas Gutes zu tun. Gesundheit und Geist profitieren von einem oder mehreren Saunagängen gleichermaßen. Die Reinigung des Körpers und die Verbesserung des Immunsystems gehen in der Regel Hand in Hand mit einer Verbesserung des Wohlbefindens. In manchen Kulturen stellt das gemeinsame Saunieren zudem ein gesellschaftliches Ereignis dar, wo man sich trifft, unterhält oder sogar Geschäfte macht. Ob man öffentliche Saunen nackt betreten darf, ist nicht einmal in Europa einheitlich: Im deutschsprachigen Raum ist es üblich, nackt ins Schwitzbad zu gehen, während vor allem in romanischen Ländern die Textilsauna vorherrschend ist.

Das Prinzip der finnischen Sauna

Allen finnischen Saunen ist aber auf jeden Fall ihr Prinzip gemeinsam: Der Innenraum wird mit einem Ofen auf eine Temperatur zwischen 80 und 100 Grad Celsius aufgeheizt. Die Sitzbänke sowie die Verkleidung bestehen meistens aus Holz, da dieses Material am besten mit der wechselnden Feuchtigkeit im Innenraum umgehen kann. Die Bankreihen sind dabei in unterschiedlichen Höhen angebracht, um die unterschiedlichen Temperaturen im Inneren auszunutzen. Auf der untersten Reihe ist es nämlich am kühlsten. Um die Sauna auf die fürs Schwitzen notwendigen Temperaturen zu bringen, gab es im Lauf der Zeit unterschiedliche Heizquellen: Angefangen bei einfachen Feuern über Holz- und Elektroöfen bis hin zu Infrarotlichtern ist alles dabei.

Der Ablauf eines Badegangs

Ein Badegang besteht in der Regel aus drei Phasen, die man je nach körperlicher Verfassung normalerweise zwei bis drei Mal wiederholt. Der Beginn ist die etwa 8 bis 15 Minuten lange Schwitzphase, während der man im Inneren entweder sitzt oder liegt. Danach erfolgt die Abkühlphase, die in etwa eine gute Viertelstunde dauert. Zu Beginn dieser Phase nutzt man die frische Luft, um den Atemwegen Abkühlung zu verschaffen, ehe es an die Senkung der Körpertemperatur geht. Dafür eignen sich sowohl kaltes Abduschen, kurzes Untertauchen in kalten Wasserbecken oder das Wälzen im Schnee im Winter. Zum Schluss sucht man einen Ruheraum auf, um sich von der Belastung auf den Kreislauf zu erholen.

Die Vorteile des Saunierens

Beliebt ist die Sauna bei uns vor allem wegen ihrer positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. In manchen Fällen werden Saunagänge auch für therapeutische Zwecke eingesetzt. Die Erwärmung und Absenkung der Körpertemperatur hat einen ähnlichen Effekt wie das Schwitzen bei Fieberschüben, das Immunsystem wird auf diese Art und Weise angekurbelt, die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten gesenkt. Neben den körperlichen Effekten wird das Saunieren aber auch als wohltuend für das allgemeine Befinden gesehen. Stress und Erschöpfungszustände beispielsweise lassen sich dadurch nachhaltig abbauen, wenn man regelmäßig die Sauna aufsucht.

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